Im Sommer verwandeln sich viele Wohnungen und Häuser schnell in regelrechte Hitzekammern. Große Fensterflächen lassen die Sonne ungehindert herein, wodurch die Raumtemperatur deutlich steigt. Möchte man die Hitze vertreiben, laufen Klimageräte oft stundenlang. Mit spürbaren Folgen für den Stromverbrauch und die Umweltbilanz. Dabei gibt es eine Möglichkeit, die Räume angenehm kühl zu halten, ohne zusätzlichen Energieaufwand.
Warum ein außenliegender Sonnenschutz so effektiv wirkt
Fensterflächen lassen im Sommer enorme Wärmemengen ins Gebäude. Sonnenstrahlen treffen auf das Glas, heizen die dahinterliegenden Räume auf und sorgen für einen spürbaren Temperaturanstieg.
Innenliegende Vorhänge oder Rollos halten zwar einen Teil der Strahlung ab, die Wärme gelangt jedoch bereits ins Zimmer. Außenliegende Markisen stoppen die Strahlung hingegen, bevor sie das Glas erreicht, was die Hitzebelastung deutlich reduziert. Praktische Untersuchungen bestätigen dies.
In Gebäuden mit außen montierten Verschattungen registrierten Messungen Temperaturdifferenzen von bis zu fünf Grad Celsius gegenüber nicht verschatteten Räumen und der Kühleffekt wirkt bereits zu Beginn der Sonneneinstrahlung. Bei großen Glasfronten an Südfassaden zeigt sich die Wirkung besonders deutlich. Passende Senkrechtmarkisen blockieren nahezu die gesamte Sonneneinstrahlung und lassen dennoch diffuses Licht hinein.
Der Nutzen bleibt auch bei bewölktem Himmel erhalten. Diffuses Licht trifft auf das Glas und erhöht die Raumtemperatur, aber ein außenliegender Sonnenschutz fängt dieses Licht ab. Dazu kommt ein wichtiger Vorteil aktueller Markisentücher. Sie erlauben nämlich eine Luftzirkulation und verhindern hitzebedingte Stauwärme, die bei starren Rollläden entsteht.
Fenstergestaltung mit System
Wenn Glasflächen einen außen wirksamen Sonnen- und Wärmeschutz erhalten, erzielt man systematisch Energieeffizienz. Ein Praxisbeispiel liefert die Simulation eines Bürogebäudes in Berlin. Die Bauzuständigen modellierten typische Wohnräume unter künftigen Hitzeszenarien. Das Ergebnis zeigt, dass außenliegender Sonnenschutz die Überhitzung der Räume nahezu vollständig verhindert, selbst an den Ost- und Westseiten.
Noch konkreter ist eine Studie aus 2023, die zeigt, dass automatisch gesteuerte Systeme wie Rollläden, Außenjalousien oder Markisen selbst diffuse Sonneneinstrahlung abhalten. In Kombination mit regelmäßiger Nachtlüftung sinkt die Innentemperatur spürbar. Bei rein technischer Klimatisierung ist das kaum mit vertretbarem Aufwand realisierbar.
Alltagsgerecht installiert man Senkrechtmarkisen entlang von Glasfronten. Diese montiert man so, dass sie Licht lenken und die Blendung minimieren. Gleichzeitig sorgt ihre textile Membran für die nötige Belüftung, denn feuchte Luft entweicht zwischen Markise und Fenster. Damit verhindert man Hitzestaus, wie sie bei geschlossenen Innensystemen entsteht.
Wohnkomfort trifft auf Design
Markisen beeinflussen die Raumtemperatur und verbessern das Wohngefühl. Idealerweise sehen sie aber auch noch gut aus. Topaktuelle Systeme vereinen Funktionalität mit Ästhetik und passen sich an unterschiedliche Architekturtypen an. Neben dem Schutz vor Hitze entstehen zusätzliche Vorteile, die den Alltag erleichtern.
- Textilien lassen Tageslicht herein und bewahren in ihrer Sichtschutzfunktion die Privatsphäre. Räume bleiben dennoch hell, wohingegen neugierige Blicke draußen bleiben.
- Speziell beschichtete Tücher reduzieren Reflexionen auf Bildschirmen. Das schafft angenehme Lichtverhältnisse im Homeoffice und im Wohnbereich.
- Zwischen Markisentuch und Fenster entsteht ein Luftpolster. Dieser Puffer verhindert Stauwärme und sorgt für frische Luft, eine ständige Luftzirkulation und ein angenehmes Raumklima
- Hersteller bieten Systeme mit klaren Linien, dezenten Kassettendesigns und einer breiten Farbpalette an. Sie harmonieren mit historischen Gebäuden ebenso wie mit zeitgemäßen Fassaden.
- UV-beständige Stoffe und robuste Aluminiumteile halten Sonne, Regen und Wind stand. Sie verlängern also die Nutzungsdauer und reduzieren den Wartungsaufwand.
Zwei Fliegen mit einer Klappe
Markisen bringen Haus- und Wohnungsbewohnern das ganze Jahr über Vorteile. Auch in der kalten Jahreszeit leisten sie einen wichtigen Beitrag, um Wärme im Haus zu halten. Nachts entsteht zwischen dem Markisentuch und der Fensterfläche ein isolierendes Luftpolster, das den Wärmeverlust über die Glasflächen spürbar reduziert. So bleibt die gespeicherte Wärme länger im Raum, was wiederum den Wohnkomfort erhöht. Tagsüber hingegen lassen sich die Markisen einfach öffnen, sodass Sonnenstrahlen tief in den Raum eindringen.
Die passive Wärmegewinnung unterstützt die Heizung und sorgt dafür, dass Wände und Böden angenehm temperiert bleiben. Abends schließt die Beschattung wieder und bewahrt die gespeicherte Wärme im Inneren. Mit diesem Wechselspiel aus offen und geschlossen schaffen Markisen in jeder Jahreszeit ein angenehmes Klima. Sie schützen im Sommer vor Überhitzung und tragen im Winter dazu bei, die Wärme im Haus zu halten.
